Ahornsirup

Ahornsirup? Ins Gewürzregal! Zugegeben, wir alle kennen diesen Sirup, auch wenn wir nicht unbedingt wissen, dass es sich hierbei um ein zu 100% natürliches Produkt handelt. Denn Ahornsirup wird aus dem Wasser der Zuckerahornbäume gewonnen. Diese Erntezeit ist relativ kurz, gegen Ende des kanadischen Winters in der Zeit zwischen Februar und April. In dieser Zeit erwachen die Bäume zum Leben, denn sie benötigen frostige Nächte und schon warme Tage, damit das Wasser von den Wurzeln zu den Knospen fließen und sich mit Mineralien vollsaugen kann. 

Ahornsirup – vier Sorten, unendliche Spielräume

Während der Nächte fließt der Saft zurück und können nun angezapft werden. Die Bäume müssen entsprechend groß sein, damit die Entnahme ihr Wachstum nicht stört, in der Regel müssen sie dazu über 40 Jahre alt sein, entsprechende Aufforstung ist geboten, auf diese Weise sorgt der Gewinn von Ahornwasser für nachhaltige Forstwirtschaft. Zum Anzapfen wird ein kleines Loch in den Baum gebohrt, in das ein Zapfhahn gesteckt wird, dieser wird Mittels Schläuchen mit anderen Hähnen verbunden und über eine Vakuumpumpe kann dafür, dass das Ahornwasser direkt in die Zuckerhütten geleitet wird.

Hier, in den sogenannten Sugar Shacks, wird das Wasser zu Sirup eingekocht. 40 Litern Ahornwasser benötigt man, um einen Liter Sirup zu erhalten. Dieser Sirup verändert im Laufe der Erntezeit seine Farbe und seinen Geschmack. Zu Beginn der Erntezeit ist er fein-mild und von goldener, fast transparenter Farbe. Mit der Zeit gewinnt er an Farbe und prägt zunächst eine bernsteinartige Farbe und einen mild-aromatischen Geschmack aus. In der zweiten Hälfte der Ernteperiode wird der Sirup dunkler und prägt karamellige, später auch malzige Noten aus, er erhält zunächst einen fein-herben, später dann einen kräftig-malzigen Geschmack.

Aromatisieren, abrunden, verfeinern

Die vier Sorten Sirup bieten ein schier unerschöpfliches Potential an kulinarischen Anwendungsmöglichkeiten. Denn schon die geschmacklichen Unterschiede lassen erkennen, dass man sie in der Küche zielgerichtet zum Aromatisieren und Abrunden einsetzen kann. Dies nicht nur im Bereich der Backwaren, oder zum Süßen von Pfannkuchen, sondern auch für die Verfeinerung von Vinaigrette, Fleisch und Geflügel. Ja, selbst Fisch kann an Aroma gewinnen, wenn man Ahornsirup wie ein Gewürz feindosiert wie ein Gewürz verwendet. Und selbst Küchenklassiker, wie ein Rindertartar erfahren durch die Verwendung von fein-mildem Ahornsirup eine ungekannte geschmackliche Tiefe und Vollmundigkeit. 

Einfach ausprobieren und das Potential von Ahornsirup kulinarisch erfahren. 

 

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