Matthias Müller in seiner neuen Vinothek

Matthias Müller in seiner neuen Vinothek | © Matthias Müller

Tartuffelfragebogen: Matthias Müller

Der Tartuffelfragebogen lag dieses Mal dem Winzer des Jahres 2012, Matthias Müller, vor. Der Winzer vom Mittelrhein verrät darin, was bei ihm die Gäste serviert bekommen – und warum.

Es wird probiert und experimentiert

Ihr Name:
Matthias Müller

Ihr Alter:
48.

Ihr Beruf:
Winzer.

Kochen Sie oft, selten oder nie?
Sehr selten.

Was darf bei Ihnen nicht im Kühlschrank fehlen?
Ein Stück guter Bergkäse.

Ihr Getränk in der Küche?
Im Moment Riesling Kabinett trocken aus Franken.

Was sind ihre kulinarischen Kindheitserinnerungen?
Die jährliche Hausschlachtung im Winter war ein besonderes Ereignis. Zum Beispiel die Wurstsuppe oder die frische Leberwurst.

Wie sieht ein Abend mit Gästen bei Ihnen aus?
Es wird probiert und experimentiert: Menü mit mehreren Gängen und dazu korrespondierende Weine.

Welchen Aperitif reichen Sie gerne?
Gereiften restsüßen Riesling.

Einfach gekonnt, wie sieht ihr Menü für Gäste aus?
Es wird saisonal gekocht, zum Beispiel:
Geräucherte Forellenmousse mit Rote-Bete-Carpaccio und Feldsalat
Maronensuppe
Gefüllte Kalbsbrust, Brezelknödel und Rahmwirsing
Zweierlei Mousse au chocolate mit Orangenfilets
Käsebrett
Kaffee

Welche Getränke bevorzugen Sie?
Riesling in allen Varianten, Frühburgunder von der Ahr und Barbera aus dem Piemont.

Was ist alles vorbereitet, bevor die ersten Gäste eintreffen?
Der Wein ist gekühlt oder dekantiert. Der Tisch ist gedeckt, Musik und Ambiente dem Anlass entsprechend gewählt, das Essen vorbereitet.

Gäste – kommen sie mit in die Küche?
Ja, je nach Thema und Anlass der Einladung.

Welche Eigenschaften schätzen Sie bei einem Gastgeber am meisten?
Lust am Genuss, Kreativität, gute Vorbereitung, Pünktlichkeit und Liebe zum Detail.

Was bedeutet Essen mit Freunden für Sie?
Abwechslung von alltäglichen Aufgaben, Anregungen und Entdeckungen im kulinarischen und vinologischen Sinn. Austausch mit Freunden und unbeschwerte Stunden.

Gast oder Gastgeber: In welcher Rolle fühlen Sie sich wohler?
Kommt auf den Zeitpunkt an, in ruhigeren Zeiten gerne als Gastgeber.

Was bedeutet Gastfreundschaft für Sie?
Das Außergewöhnliche mit Gästen erleben. Eine besondere Flasche Wein wird geöffnet und gemeinsam getrunken.

Zeit für das Kochen – Zeit für das Gespräch. Wem gilt Ihre Aufmerksamkeit?
Mehr Zeit habe ich für die Gespräche, da meine Frau das Essen zubereitet.

Einfach gekonnt: Gibt es auch schon mal einen Topf Pasta & Pesto für Gäste?
Ja, wenn im Weingut Veranstaltungen stattfinden, trifft sich das ganze Helferteam, Freunde, und Famile am Ende des Tages zu einer großen unkomplizierten „Tafelrunde“. Spontane Gäste sind auch oft dabei!

Die Gäste sind gegangen. Was tun Sie?
Ich genieße mit meiner Frau ein letztes Glas Wein und lasse den Abend revue passieren.

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